Peptide sind kurze Aminosäureketten von 2 bis 50 Bausteinen, die als Signalmoleküle spezifische Rezeptoren aktivieren und in der Regenerations-, Wachstumshormon- und Stoffwechselforschung untersucht werden.
Wirkstoffgruppen und Mechanismen
Das Sortiment deckt vier funktionale Gruppen ab. Wachstumshormon-Sekretagoge stimulieren die körpereigene GH-Ausschüttung: GHRP-2, GHRP-6, Hexarelin und Ipamorelin wirken über den Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a), während Mod GRF 1-29, CJC-1295 DAC und Sermorelin den GHRH-Rezeptor adressieren — die Kombination beider Wege gilt als synergistisch. Regenerationspeptide wie BPC-157 (stabiles gastrisches Pentadecapeptid) und TB-500 (Thymosin-Beta-4-Fragment) werden mit Angiogenese- und Gewebereparaturprozessen assoziiert. IGF-1-Varianten (IGF-1 LR3, IGF-1 DES) und MGF/PEG-MGF wirken auf muskuläre Wachstums- und Reparatursignalwege. Ergänzt wird das Angebot durch Follistatin-344 (Myostatin-Inhibition), Melanotan 2 (Melanogenese), PT-141 (melanokortinerger Libido-Effekt), ACE-031 (Activin-Rezeptor-Fusionsprotein) und HGH Fragment 176-191 (lipolytisches HGH-Fragment).
Applikation und Handhabung
Sämtliche Peptide liegen als lyophilisiertes Pulver in Vials vor und werden mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert. Die Rekonstitution erfolgt subkutan oder intramuskulär; unrekonstituierte Vials sind bei 2–8 °C oder gefroren lagerbar, rekonstituierte Lösungen kühl und lichtgeschützt innerhalb von 2–4 Wochen zu verbrauchen. Dosierungen werden üblicherweise in Mikrogramm pro Gabe berechnet — eine präzise Insulinspritze oder ein Pen-System ist erforderlich.
Sortiment und Qualität
Das Sortiment umfasst 32 Präparate in 18 Wirkstoffgruppen, überwiegend von Bio-Peptide, Knoll Pharmaceuticals und Concentrex Labs. Die Reinheit wird chargenspezifisch per HPLC und Massenspektrometrie dokumentiert; Sterilität durch LAL-Endotoxintests.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Peptide und wie unterscheiden sie sich von Steroiden?
Peptide sind kurze Aminosäureketten, die als Signalmoleküle an spezifischen Rezeptoren wirken — etwa der GH- oder GHRH-Achse. Steroide sind dagegen fettlösliche Hormonderivate, die intrazelluläre Androgenrezeptoren aktivieren. Peptide besitzen keine androgene Wirkung und supprimieren die HPTA-Achse nicht.
Wie werden Peptide zubereitet und gelagert?
Peptide liegen gefriergetrocknet vor und werden mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert — das Lösungsmittel wird langsam an der Vialinnenwand eingespritzt, um Schaumbildung zu vermeiden. Unrekonstituiert bei 2–8 °C (oder -20 °C langfristig) lagern; nach der Rekonstitution gekühlt innerhalb von 2–4 Wochen verbrauchen.
Was ist der Unterschied zwischen GHRP und GHRH-Peptiden?
GHRP-Peptide (GHRP-2, GHRP-6, Ipamorelin) aktivieren den Ghrelin-Rezeptor und stimulieren die GH-Ausschüttung direkt an der Hypophyse. GHRH-Analoga (Mod GRF 1-29, CJC-1295) wirken über den GHRH-Rezeptor. Da beide Signalwege unterschiedlich sind, erzeugt ihre Kombination eine überadditive GH-Freisetzung — daher werden sie häufig gemeinsam eingesetzt.